myrego - Das regionale Stadtmagazin für Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf
Paradiesvögel raus!
Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) steigen die Importzahlen exotischer Tiere rasant an. In den Jahren 1999 bis 2004 wurde bei der Einfuhr von Reptilien eine Steigerung von über 42 Prozent registriert, die nicht zu unterschätzende Dunkelziffer auf Grund illegaler Importe solcher Tiere nicht mitgerechnet, denn durch die europäische Osterweiterung hat sich ein enormer illegaler Tierhandel entwickelt. Das Schicksal eines für Tierbörsen oder Zoohandel gefangenen oder gezüchteten Reptils ist hart. Tiere wie z.B. grüne Leguane kommen als Massenware zu Hunderttausenden jedes Jahr aus Mittelamerika zu uns, nur um in einem Terrarium eingesperrt, den Rest ihres Lebens in Gefangenschaft zu verbringen. Auch in Tschechien oder Polen tummeln sich Züchter, die nur eines im Sinn haben: In Deutschland auf Tierbörsen Geld mit der Ware Tier zu verdienen. Immer ausgefallener, exotischer, gefährlicher, giftiger soll das Tier sein, kritisiert PETA. „Die Halter solcher Tiere reden von Tierliebe und verursachen Tierleid. Jeder Tierhalter unterstützt den skrupellosen Handel dieser hochempfindlichen Lebewesen, die auch noch per Post offiziell verschickt werden dürfen. Viele Reptilien überleben die Strapazen nicht", so Carola Schmitt von PETA Deutschland e.V. Ein besonderes Schicksal erfahren laut PETA Deutschland e.V. Kaninchen und Meerschweinchen, die als „Frostfutter" für z.B. Reptilien herhalten müssen. Eine veterinärärztliche Untersuchung der im Internet bestellten „Frosttiere" bestätigte den Verdacht, dass sie auf strafrechtlich relevante Weise getötet wurden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.peta.de/zoohandel. Unsere Experten stehen Ihnen für Rückfragen und Interviews jederzeit zur Verfügung. PETA Deutschland e.V. und seine Schwesterorganisationen, ist mit über 1,8 Millionen Unterstützern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. Gerlingen, den 21. Februar 2008
Kontakt: Carola Schmitt, 07156-1782824, 0162-257-8504 |
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