
Gemeinde ehrt Herrmann Lohrisch mit Eintrag ins Goldene Buch. Seit 50 Jahren lebt der Künstler Hermann Lohrisch in Kleinmachnow. Als Holzbildhauer, der vor allem im kirchlichen Raum mit seinem Werken Akzente setzte, erwarb er sich über die Grenzen des Ortes hinaus einen großen Namen. Für Bürgermeister Wolfgang Blasig war es daher anlässlich Lohrischs 86. Geburtstages am 21. August eine große Freude, ihn einzuladen, sich als zweiter Kleinmachnower ins Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Am heutigen Mittwoch begrüßte der Bürgermeister den Kleinmachnower Künstler im Hochzeitszimmer des Rathauses, um die Eintragung vorzunehmen.
Der gebürtige Chemnitzer begann seine Ausbildung bereits als 14-Jähriger in der staatlichen Fachschule für Holzschnitzerei in Oberammergau. Es folgte ein Studium an der damaligen Meisterschule des gestaltenden Handwerks in Dresden.
Als freischaffender Bildhauer und Restaurator zog er 1946 in die Augustusburg bei Chemnitz. 1958 verlegte er den Wohnort nach Kleinmachnow und fand in der Denkmalpflege neue Aufgaben. Aufträge der kirchlichen Bauämter und des Konsistoriums Berlin-Brandenburg ermöglichten ihm darüber hinaus die freie, künstlerische Arbeit.
Die Werke Hermann Lohrischs finden sich heute in verschiedenen Kirchen Brandenburgs. Drei seiner Holzskulpturen können in der Kleinmachnower Dorfkirche bewundert werden, drei Werke seiner zeichnerischen Schaffenskunst sind im Rathaus Kleinmachnow ausgestellt.
Heute ist dem 86-Jährigen die künstlerische Arbeit kaum noch möglich, doch sein 1952 begonnenes Tagebuch füllt er noch immer täglich mit seinen Eindrücken. Auch für ihn sei es eine große Freude und Ehre, sich ins Goldene Buch Kleinmachnow einzutragen, betonte Hermann Lohrisch beim Termin im Rathaus, und er bewunderte die kunstvolle Kalligrafie, der von Herbert Sander für ihn gestalteten Seite.