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Per Email durch Südamerika, Geschichten einer Rucksackreise

Bild ausgetauscht (Valerie 03.08.2016)

Ein Jahr lang einfach nur weg. Ganz entspannt die Seele baumeln lassen, Spannendes erleben und neue Leute kennenlernen. Das das gar nicht so schwierig ist, zeigt Marcel Eichenseher. Ursprünglich in Teltow, einer kleinen Stadt Brandenburgs in der Nähe zu Berlin, lebend, ist er für 363 Tage seiner Heimat entflohen und hat sich aufgemacht, Südamerika zu erkunden. Sich einfach nur treiben zu lassen, Ursprüngliches und Unverfälschtes zu erleben und die eigenen Grenzen kennenzulernen – mit diesem Ziel reiste der Deutsche durch acht südamerikanische Staaten und machte an mehr als 100 Orten halt.

Während des gesamten Aufenthalts hat Marcel Eichenseher nie den Kontakt nach Hause verloren. Regelmäßig schickte er E-Mails an seine Freunde, Familie und andere Bekannte. Insgesamt sind so 36 einzelne kleine Reiseberichte entstanden, die gebündelt einen großen Bericht über seine Reise darstellen. Von Argentinien bis nach Brasilien wanderte und fuhr der Deutsche über den Kontinent. Er erkundete das argentinische Patagonien während zahlreicher Trekkingtouren, erlebte den Beginn des Bürgerkrieges im Staat Bolivien und bestieg den 6.000 Meter hohen Huayhuash mitten in Peru. Dabei hielt der Hobbyfotograf immer wieder seine Eindrücke in Bildern fest und lässt den Leser des Reiseberichtes staunen. Seine Geschichten handeln von zahlreichen Begegnungen mit den Einwohnern der jeweiligen Länder, kleinen und großen Gefahren auf dem Weg und vielen Herausforderungen, die es zu bewältigen galt. Marcel Eichenseher geht immer wieder auf die Stimmungen, die Kultur und die atemberaubenden Landschaften ein, die er in den exotischen Ländern erfahren durfte.

Los geht es in Argentinien

Der Reisebericht von Marcel Eichenseher macht nicht nur Lust auf einen ausgedehnten Urlaub in Südamerika, er vermittelt gleichzeitig auch Wissenswertes über die Länder des Kontinents. Bevor der Autor seine Eindrücke aus Argentinien mit dem Leser teilt, gibt er zunächst einige wichtige Fakten zu dem Land. Es werden nicht nur einige Grunddaten wie die Einwohnerzahl, die Hauptstadt und das Wetter beschrieben, sondern auch die Beziehungen zu den Bewohnern der Nachbarstaaten. So zeigt Eichenseher auf, dass die Argentinier bei ihren Nachbarn allgemein als etwas „loco“, also verrückt gelten. Danach findet sich der Leser schon bald in den weiten Patagoniens wieder und erfährt wenige Seiten später, dass es in der Hauptstadt Buenos Aires Straßen mit 13 Fahrspuren gibt.

Der Reisebericht besticht insbesondere durch die persönliche Ansprache des Autors. Man fühlt sich wie ein Familienmitglied und wird gleich aufgenommen in den Kreis der Eingeweihten, die an der Reise von Marcel Eichenseher teilnehmen dürfen.