myrego - Das regionale Stadtmagazin für Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf
Der Bastardslam im März Nach einer arbeitsreichen und Kräfte zehrenden Woche besuchte ich gestern, am Karfreitag, den Bastardslam im Berliner Bezirk Kreuzberg. Schon seit einigen Tagen hatte ich mich auf diesen Abend gefreut, da in der illustren Riege der angekündigten Slammer auch meine zwei persönlichen Favoriten vertreten waren. Um 21 Uhr betrat ich also, gegen 5 Euro Gebühr, den bereits gut gefüllten Festsaal Kreuzberg in der Skalitzer Straße 130 und erblickte schon im Eingangsbereich erste Poeten-Prominenz.
Als Moderator eröffnete der Berliner MC „Gauner" den Abend und kündigte auch gleich die in 3 Gruppen unterteilten 12 Poeten an, unter denen auch einige Nicht-Berliner angereist waren. Die Auslosung der Startreihenfolge erfolgte unter Einbeziehung des Publikums und auf Grundlage einer leicht dubios anmutenden Berechnungslogik, die so richtig wohl nur der Moderator selbst vollständig erfasste. Nach kurzen Additions-Divisions-Subtraktions-Experimenten waren aber schnell Ergebnisse zwischen 1 und 4 erzielt, so dass die auserkorenen Poeten ans Mikro treten konnten.
Das Spektrum der vorgetragenen Texte reichte von ernsthaft über witzig bis abstrakt und ließ keine Langeweile aufkommen. Die erste Vorrunde konnte Andy Strauss mit einem surreal anmutenden Text über seine neidisch beäugte, faul herumhängende Wanduhr für sich entscheiden. Runde 2 gewann, sehr zu meiner Freude, Phillip „Scharri" Scharrenberg mit seinem Gedicht über ein Verb, das mit seiner Wortidentität haderte und sich anschickte ein Nomen zu werden. Die dritte Vorrunde ging klar an Sulaiman Masomi und seinen treffsicheren satirischen Beitrag „Ein Kanake sieht rot".
Fazit:
Eure Meinung zu dem Gezeigten in Form eines Kommentars ist übrigens jederzeit willkommen.
Verwandte Links:
Sulaiman Masomi auf Myspace
superscharri.de - Homepage von Phillip Scharrenberg
establishmensch.de - Homepage von Andi Strauss Kommentare (3)
![]() Dreck
geschrieben von ksk, Februar 22, 2009
Was für ein unbeschreiblicher Dreck wird hier als Hetze gegen ältere Deutsche verbreitet.
Nur für Gehirngewaschene! Text missverstanden? geschrieben von Larsold, März 01, 2009
@ ksk
Ich kann Deine Reaktion nicht nachvollziehen. Der Text ist eine offensichtliche Aneinandereihung von Klischees und Vorurteilen. Wer hier vermeintliche Hetze erkennen will, muss sich aus meiner Sicht schon sehr anstrengen. Sulaiman Masomi hat seinen Text wie folgt kommentiert: Dieser Text gehört zur Textgattung „Satire“. Eigentlich richtet er sich gegen jede Art von Rassismen. Vor allem greift er auch die rassistischen Einstellungen der Ausländer gegenüber den Deutschen auf. Ich spreche bei dem Text nicht für mich oder drücke meine persönlichen Ansichten aus, sondern schlüpfe in die Rolle eines faschistischen Ausländers, der einem „Naziopa“ mit seiner eigenen „Nazilogik“ begegnet. Daraus resultiert der Witz und das Spiel mit Klischees. Dass die Dinge und Ressentiments, die in dem Text genannt werden, nicht ernst gemeint und überaus übertrieben sind, sollte in diesem Zusammenhang eigentlich jedem Leser auffallen. Schreiben Sie einen Kommentar!
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Im Rosislam in Berlin war ich noch nicht aber beim Potsdamer "Potslam". Sehr zu empfehlen, außer vielleicht für Nichtraucher ;)