
In einem offenen Brief wendet sich die Bürgerinitiative „Wir in Seehof”-BIWIS an den Bürgermeister der Stadt Teltow und bedankt sich für das beherzte Handeln in der Frage des Erhalts der Grünflächen entlang der Lichterfelder Allee. Gemäß dem Bericht von Bürgermeister Thomas Schmidt in der SVV vom 2006-08-09, hat die zuständige Stelle im Land Brandenburg Anträge auf Entlassung/Herauslösen von Grundstücken aus dem Landschaftsschutzgebiet entlang der Lichterfelder Allee im Juli abgelehnt.
Teltow, den 01.07.2007
Mitglieder der Bürgerinitiative BIWIS
Max-Sabersky-Allee 67
14513 Teltow-Seehof
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmidt,
aus Anlass des einjährigen Jubililums der politisch/rechtlichen Entscheidung der
kommunalen Bürgervertreter, alles zum Erhalt der Wald -und Grünflächen (Biotope, Landschaftsschutzgebiete) in Teltow-Seehof zu tun, ist es uns ein ehrliches Bedürfnis Ihnen nochmals hierfür herzlich zu danken.
Unser Dank gilt hier in erster Linie Ihnen, sowie den gewählten Stadtverordneten. Natürlich nur denen, die dem Grundsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz, treu geblieben sind. Wie wir alle wissen, verfügt Teltow nur über das, hier von den Sabersky- Erben zu Bauzwecken, geforderte Waldgelände.
hr Einsatz für den Erhalt dieser Grünflächen verdient Respekt und Anerkennung.
Die Stadtverordneten haben mit Ihrer Unterstützung der Entscheidung des Bürgermeisters für den Erhalt dieser Flächen den Klageweg zu beschreiten, nicht nur Handeln ernsthaft in Erwägung gezogen, sondern Sie haben gehandelt. Damit wurde, wenn auch nur ein winziger aber doch richtiger und beispielhafter Schritt zur Bekämpfung der drohenden Klimaveränderung getan.
Die Haltung der Stadtverwaltung Teltow den Klageweg als Instrument zur Wahrung der Interessen Ihrer Bürger einzusetzen, hat auch eine Beispielfunktion.
So sollen gegenwärtig bereits mehrere Klagen VOn betroffenen Bürgern zur Abwehr der Restitution Ihrer Grundstücke In Teltow-Seehof anhängig sein.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative BIWIS werden weiterhin alles im Rahmen Ihrer
bescheidenen Möglichkeiten tun, um die Stadt Teltow auf dem eingeschlagenen Weg zu unterstützen. Hoffnungsvoll stimmt hierbei u.a. eine im Archiv gefundene Akte die erkennen lässt, dass zwischen Bürgerwille und Stadtplanung immer eine Übereinstimmung existieren sollte. Danach verzichteten 1935 die damaligen Sabersky-Erben, nach Eingaben von Teltower Einwohnern an die Stadtverwaltung auf eine Bebauung der besagten Waldflächen. Schon damals war der Erhalt dieser Grünflächen also sehr wichtig. Als Ausgleich für den Erhalt des Waldes wurde seitens der Sabersky-Erben die Bebauung zwischen Max-Sabersky-Allee und Fritz-Reuter-Straße akzeptiert und realisiert.
Wir hoffen auch in Zukunft auf Bürgernähe und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Jörg Medozinski, Lutz Bierbrauer, Axel Bierbrauer, Richard Martin
Karte/Handzeichnung von 1915/Seehof , Webseite der BIWIS: www.biwis.de

Mfg Thomas Koch